LinkedIn and Career Success – Investigating the Impact of Information Quality of LinkedIn Profiles

Ziel der Arbeit von Claudia Brandl war es, die Qualität von LinkedIn Profilen sowie den Berufserfolg in einem messbaren Konstrukt zu vereinen. Die Qualität eines LinkedIn Profils sollte außerdem mit Berufserfolg sowie mit Einstellungsempfehlung in Korrelation gebracht werden.

Ing. Claudia Brandl, BSc MSc, Absolventin DBM
Ing. Claudia Brandl, BSc MSc, Absolventin DBM

Zusammenfassung der Forschungsarbeit

Mit dem Modell von Informationsqualität von Wang & Strong (1999) wurde die Zusammensetzung und Qualität von LinkedIn Profilen von irischen Studierenden analysiert und bewertet. Die Inhaber der Profile wurden parallel dazu nach deren Erfolg in den Praktika befragt. Das Ergebnis der Arbeit ist, dass Studierende mit höher qualitativem Profil auch mehr Erfolg bei Recruiting Experts im fiktiven Bewerbungsprozess und im Berufspraktikum haben.

Problemstellung der wissenschaftlichen Arbeit

LinkedIn ist das weltgrößte Karrierenetzwerk, weit verbreitet bei HR Experten, um geeignete Job-Kandidaten für eine ausgeschriebene Stelle zu suchen. Ein wenig qualitatives Online Profil kann schlechten Einfluss auf Bewerbungsprozesse haben, wobei speziell junge Studierende sich diesem Effekt oft nicht bewusst sind. Deshalb wurde die Qualität von LinkedIn Profilen und deren Effekt auf HR Prozesse als Problemfeld analysiert und bearbeitet.

Methodik, Lösungsweg, Forschungsdesign

Um die Forschungsziele zu erreichen, wurde das Forschungsdesign in 3 Phasen durchgeführt:
1. Schritt: Studierende wurden gebeten, deren LinkedIn Profil (einen Link) zur Verfügung zu stellen und mussten zeitgleich einen Fragebogen über deren Praktikum ausfüllen, in dem deren subjektiver Berufserfolg abgefragt wurde. Außerdem wurden Kriterien des objektiven Berufserfolgs, z. B Gehalt, abgefragt.
2. Schritt: Die abgegebenen Profile wurden für die weitere Forschung anonymisiert und aufbereitet, damit sie bewertet werden konnten.
3. Schritt: Personen mit Rekrutierungserfahrung wurden gebeten, die Profile nach deren Qualität und Einstellungsempfehlung zu bewerten. Außerdem wurden sie gebeten, eine Bewertung der Faktoren von Informationsqualität abzugeben.

Ergebnisse der Hypothesentests

Ergebnis der Forschungsarbeit

Relevanz, Vollständigkeit und Aktualität konnten als wichtigste Faktoren von Informationsqualität identifiziert werden, wobei diese unterschiedlichen Einfluss auf Einstellungsempfehlung von Recruitern haben. Es konnte eine signifikante Korrelation zwischen den ausgewählten Faktoren von Informationsqualität und Einstellungsempfehlung der Personen mit Recruiting Erfahrung nachgewiesen werden. Die Auswirkungen der Faktoren von Informationsqualität auf subjektiven Berufserfolg und Gehalt der Studierenden konnten nur teilweise nachgewiesen werden.

Außerdem wurde herausgefunden, dass ein höherer Grad an Vollständigkeit nicht zwingend zu insgesamt höherer Qualität des Profils beiträgt. Relevanz ist der wichtigste Faktor für die Recruiter. Das Geschlecht hat keinen Einfluss auf andere gemessene Konstrukte. Der Intro-Bereich des Profils sowie die Menge an der angegebenen Information, wie Positionsbeschreibungen, sind sehr wichtig für Recruiter.

Anwendungsszenarien & Ausblick

Neben Studierenden sollten allgemein Personen von unterschiedlichen Branchen für eine Folgestudie herangezogen werden, um eine allgemeinere Aussage über den Effekt treffen zu können. Außerdem könnten weitere Faktoren von Informationsqualität herangezogen werden für diese Bewertung.

Man könnte Studierenden empfehlen, dass sie – wenn sie sich für einen speziellen Job bewerben – deren Profil so relevant und passend wie möglich gestalten und den Intro-Bereich des Profils optimieren. Außerdem sollten sie Positionsbeschreibungen einfügen.

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FH-Prof. Dr. Andreas Auinger

Studiengangsverbund MEB/DBM
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