Eye Tracking im DBI-Labor

Eye Tracking bei der Langen Nacht der Forschung

Der FH Campus Steyr war während der Langen Nacht der Forschung am 22. April 2016 für Interessierte geöffnet, welche sich von den neuesten Forschungsaktivitäten in den unterschiedlichen Themenschwerpunkten am Campus überzeugen konnten. Auch unsere Forschungsmitarbeiter des Schwerpunkts “Digital Business” waren vertreten und präsentierten “Eye Tracking” als wissenschaftliche Methode mit unterschiedlichsten Anwendungsszenarien in der Praxis.

Digital Business Management durch Eye Tracking unterstützt

Mit „Eye Tracking“ wird eine Methode bezeichnet, die Blickverläufe von Probanden aufzeichnet. Am Forschungsschwerpunkt Digital Business am Campus Steyr wird die Methode meist für Usability-Untersuchungen von IT-Systemen und Webseiten eingesetzt. Durch die Aufzeichnung der Blickverläufe kann analysiert werden, welche Bereiche von Interfaces wie viel Aufmerksamkeit der Benutzer auf sich ziehen und in welcher Reihenfolge die Elemente der Interfaces von Usern betrachtet werden. Hierdurch lässt sich beispielsweise die optische Gestaltung von Elementen (Größe, Farbe etc.) von User Interfaces bewerten. Die wichtigen Elemente von Benutzeroberflächen sollten dabei schnell ersichtlich sein und in Folge viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zusätzlich kann evaluiert werden, welche Elemente schlecht platziert sind, da sie von Nutzern an anderer Stelle erwartet werden. Ziel ist es, Hinweise auf mögliche Probleme bei der Benutzung der Systeme zu identifizieren. Auf Basis dieser Erkenntnisse können Interfaces übersichtlich gestaltet und die Elemente in einer Weise angeordnet werden, die den Benutzer bei der Durchführung von Aufgaben bestmöglich unterstützt.

In der Digital Business Forschung am Campus Steyr wurde Eyetracking schon zur Evaluierung einer Reihe von sehr unterschiedlichen Produkten und für eine Vielzahl an Unternehmen eingesetzt (z.B.: Raiffeisen, voestalpine, Unito). Die Untersuchungssituationen waren:

  • Identifizierung von Usability-Problemen bei Benutzung von Webshops auf Smartphones und Tablets (Unito)
  • Evaluierung von Applikationen zur Durchführung von Zahlungen mittels Smartphones in stationären Geschäften (Raiffeisen)
  • Verbesserung von graphischen Darstellungen in Geschäftsberichten (voestalpine)

Moderne Ausstattung ermöglicht Management-Forschung in Steyr

Technisch können dabei unterschiedliche Geräte eingesetzt werden. Am Campus Steyr werden ein stationärer Eyetracker (Abbildung 1) und eine Eye Tracking Brille (Abbildung 2) eingesetzt. Der stationäre Eyetracker wird an der Unterseite eines Bildschirms befestigt und eignet sich daher für klassische Desktop-Bildschirme. Die Eye Tracking Brille hat Kameras direkt in ihrem Rahmen integriert und erlaubt somit auch die Untersuchung von sehr mobilen Situationen, wie die Benutzung von Tablets oder das Verhalten von Kunden in stationären Geschäften.

Forschungsteam mit Eyetracking Experten und Spezialisten

Werner Wetzlinger

Mag. Werner Wetzlinger

Mag. Werner Wetzlinger ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich “Digital Business” der Fakultät für Management in Steyr tätig. Seine Expertise im Bereich der Mobile- und Web-Usability hat er sich in zahlreichen Projekten mit Webseiten, vor allem Webshops von bekannten Unternehmen, erworben. Auch die Usability-Optimierung von mobilen Anwendungen (Apps) steht im Zentrum seines Interesses. Diverse wissenschaftliche Publikationen sind in diesem Zuge erschienen.

Mehr Details zu seiner Forscherkarriere mit Digital Business Projekten und Publikationen sind hier zu finden: Experten-Profil in der Wissensdokumentation der FH Oberösterreich

Bei Anfragen zu wissenschaftlichen Projekten im Usabilty und Computer Interaction Bereich nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf: dbm@fh-steyr.at

Mehr allgemeine Infos zur Forschung im Digital Business: www.digital-business.at/forschung-entwicklung-digital-business

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