Design Thinking Ansätze für die Produktentwicklung durch Social Communities

Gerade Design Thinking rückt die Nutzer- und Erlebnisorientierung in den Fokus. Aus diesem Hintergrund umfasst die Arbeit eine kritische Analyse und Aufbereitung der bereits vorhandenen Literatur zum Thema Design Thinking und die digitale Auslagerung von Design Thinking Ansätzen in Social Communities als auch die Untersuchung des aktuellen und möglichen Einsatzes anhand von Experteninterviews.

Ines Einsporn B.A. M. A. MSc, DBM Absolventin
Ines Einsporn B.A. M. A. MSc, DBM Absolventin

 Problemstellung der wissenschaftlichen Arbeit

Auch wenn Design Thinking mittlerweile ein sehr weitreichendes Thema ist, welches sowohl fachlich als auch sprachlich unterschiedliche Verwendungen und Interpretationen findet, ist es immer noch ein undefiniertes Konstrukt. Zwar hat sich Design Thinking in den letzten Jahren zu einer anerkannten Innovationsmethode entwickelt, vor allem im Bereich der Produkt- und Softwareentwicklung, allerdings gibt es bis dato kaum Literatur bzw. Anwendungsfälle im Rahmen der digitalen Auslagerung von Design Thinking Ansätzen in Social Communities. Social Communities bieten  dem Unternehmen durchaus Potential den Kunden in den interdisziplinären Prozess der Produkt(weiter)-entwicklung zu integrieren und die Nutzersicht zu eruieren. Generell stellt sich jedoch die Frage, funktioniert eine digitale Auslagerung der Ansätze des Design Thinking und eigenen Social Communities für bestimmte Phasen des Design Thinking?

Ziel der Forschungsarbeit

Das Kernziel der Masterarbeit war es, im Rahmen der empirischen Studie einerseits die möglichen Phasen des Design Thinking zur digitalen Auslagerung zu ermitteln und andererseits unterstützende Design Thinking Ansätze zur Produkt(weiter)-entwicklung mit Social Communities zu erheben. Da es aus Sicht der Autorin problematisch erschien das Thema Design Thinking klar einzugrenzen, gibt die Thesis als weiteres Ziel einen Überblick zur aktuellen wissenschaftlichen Diskussion zum Thema und leistet damit einen Forschungsbeitrag.

Methodik, Lösungsweg, Forschungsdesign

In der Arbeit wurde grundsätzlich geklärt, welche Rolle Social Media im Design Thinking Prozess einnehmen, bzw. an welcher Stelle diese im Produktentwicklungsprozess unterstützen können. Beide Themengebiete,vor allem in Kombination, stammen aus einer jungen Forschungsdisziplin und befinden sich noch in einer explorativen Phase. Aus diesem Grund erfolgte die Durchführung der Studie mittels qualitativen Forschungsansatz einer holistischen Multicase-Studie zusammensetzend aus einer Literaturrecherche, aus Experteninterviews sowie Beobachtungen in Social Communities zusammen. So wurde Design Thinking mit anderen Innovationsmethoden verglichen und auch Möglichkeiten zur Produktentwicklung mit Social Communities aufgezeigt. Insbesondere wird hier auf die Methoden Lean Startup, Blue Ocean und Open Innovation eingegangen. Bei der Produktentwicklung werden vor allem die Lead User Methode als auch die Customer Co-Creation beschrieben. Dies dient als Grundlage für die untersuchten Kategorien der Experteninterviews mit 7 Experten aus dem Bereich Agentur & Beratung, Unternehmen und Lehre & Forschung.

Ergebnis der Forschungsarbeit

Es zeigen die Ergebnisse, dass eine digitale Auslagerung von Design Thinking Ansätzen in Social Communities sehr wohl möglich ist und sogar einen Mehrwert im Hinblick auf Markenbekanntheit und Kundenbindung bietet.

Anwendungsszenarien & Ausblick

In Hinblick auf die digitale Auslagerung von Design Thinking Ansätzen in Social Communities sollten Unternehmen bzw. Projektverantwortliche eine zielgerichtete und konkrete Problemstellung haben. Auf Basis dieser kann entschieden werden ob die Social Community bei der Produkt(weiter)-entwicklung unterstützen kann. Des Weiteren ist es Aufgabe des Unternehmens bei der Auslagerung auch einen guten Moderator einzusetzen, und klare Ziele und Regeln zu formulieren. An dieser Stelle sieht es die Autorin als hilfreich an, Design Thinking Experten zu Rate zu ziehen um somit auch die Theorie-Praxis-Lücke zu überwinden und das Design Thinking Projekt zielgerichtet umzusetzen.

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FH-Prof. Dr. Andreas Auinger

Studiengangsverbund MEB/DBM
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